Val-de-Ruz: Die Wilden Nachbarn beteiligen sich am Schutz der Nacht

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Dunkle Nacht im Val-de-Ruz: Im Tal bei Neuchâtel werden zwischen Mitternacht und 4.45 Uhr die Lichter im öffentlichen Raum ausgeschalten. Gleichzeitig will die Gemeinde ein regionales Wilde Nachbarn-Projekt (Nos voisins sauvages Val-de-Ruz) lancieren. Im Rahmen des Citizen Science-Projekts sollen die Auswirkungen des neuen Lichtregimes auf die Fauna beobachtet werden.
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Dunkle Nacht im nördlich von Neuchâtel gelegenen Val-de-Ruz zwischen Mitternacht und 4.45 Uhr. Das Projekt, in welchem die öffentliche Beleuchtung während der Nacht ausgeschaltet wird, ist beschlossene Sache und wird nun schrittweise umgesetzt. Coffrane ist das erste Dorf im Tal, welches das neue Lichtregime seit dem 10. Mai umsetzt. Val-de-Ruz (16 900 Einwohner/innen, 124 km2) ist die erste Gemeinde der Schweiz, welche diese Massnahme zum Schutz der Nacht durchführt. 

Wird sich diese Änderung beim künstlichen Licht auf die freilebende Fauna auswirken? Ein lokales "Nos voisins sauvages"-Projekt ist zur Zeit am Entstehen, welches mit Citizen Science, also unter Mitwirkung der Bevölkerung, die Auswirkungen auf die Fauna beobachten. Parallel zum Citizen Science-Projekt ist eine wissenschaftliche Untersuchung in Zusammenarbeit mit der Haute école du paysage, d’ingénierie et d’architecture de Lullier geplant.

Mit dem Projekt "Nos voisins sauvages" sollen die einheimischen Wildtiere, die vor unserer Haustür leben, sichtbar gemacht werden. Die Plattform bietet zudem viele Informationen zu einheimichen Wildtieren. Die Bevölkerung ist aufgerufen, Wildtierbeobachtungen auf der Plattform zu melden. 

Tierbeobachtungen gesucht!

 
Biberspuren. © E. Dietrich, stadtwildtiere.ch

Viele Wildtiere sind nachtaktiv und man bekommt sie nur selten zu Gesicht. In ihren Gebieten hinterlassen sie jedoch Spuren und verraten damit ihre Anwesenheit. Gemeldet werden können neben Tierbeobachtungen auch Spuren wie Fuchsbaue, Erdhügel von Schermaus oder Maulwurf oder Tierlosungen. Anhand der Eigenheiten der Spuren lässt sich oft die Tiergruppe oder sogar die Art bestimmen. Deshalb dazu immer auch ein, zwei Bilder hochladen.

Melden Sie uns Ihre Beobachtungen von Wildtieren und ihrer Spuren, indem Sie sie auf unserer Webplattform eintragen.

Oder besuchen Sie unsere Galerie und entdecken Sie, welche Bilder Beobachter/innen hochgeladen haben.

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